Das Sentiment ist die Bewertung, die eine KI-Antwort mit der Nennung einer Marke verbindet: empfohlen, neutral gelistet, mit Einschränkung genannt oder abgeraten. Es ist die zweite Dimension jeder Mention. Die Mention Rate sagt, wie oft eine Marke vorkommt; das Sentiment sagt, ob das gut ist. Der Grundsatz lautet: Erwähnt ist nicht empfohlen.
Wie entsteht das Sentiment in KI-Antworten?
Ein Sprachmodell übernimmt die Bewertung aus seinen Quellen. Bei Fragen wie „Ist Anbieter X gut?” oder „Welche Erfahrungen gibt es mit Y?” greift es auf Review-Plattformen, Forenthreads (Community-Präsenz), Testberichte und Fachartikel zu — und synthetisiert daraus eine Einschätzung. Widersprüchliche Quellen führen zu Formulierungen wie „gemischte Erfahrungen”; einheitlich positive Quellen zu einer Empfehlung; ein einzelner prominenter Verriss kann eine Antwort prägen, wenn er in einer stark gewichteten Quelle steht.
Auch die Korrektheit gehört zum Sentiment im weiteren Sinn: Nennt das System veraltete Leistungen, falsche Standorte oder eine frühere Positionierung, entsteht ein falsches Bild, selbst wenn der Ton positiv ist.
Warum ist das Sentiment für die KI-Sichtbarkeit wichtig?
Weil Trust- und Reputationsfragen unmittelbar vor der Kaufentscheidung stehen. Ein Nutzer, der eine Marke bereits im Blick hat, validiert sie über die KI — und wer hier nicht überzeugt, hat den Nutzer verloren, obwohl er ihn schon hatte. Eine hohe Mention Rate mit negativem Sentiment ist schlechter als keine Nennung.
Was bedeutet das für Ihre Website?
Erheben Sie das Sentiment je Prompt-Kategorie, besonders bei Trust-Fragen. Arbeiten Sie dort, wo es entsteht: aktuelle Bewertungen auf den Plattformen, die zitiert werden; sachliche Antworten auf kritische Stimmen; Präsenz in Foren mit Substanz statt Werbung; eine konsistente Markenbeschreibung überall, damit das System keine veraltete Version übernimmt. Und beantworten Sie die Frage „Ist eine Mention immer wertvoll?” ehrlich: Wo wollen Sie genannt werden — und wo nicht?